Gesundheitliche Voraussetzungen für Nagelmodellage
Warum in meinem Nagelstudio keine erkrankten Nägel oder erkrankte Haut behandelt werden?
In meinem Studio stehen gepflegte Hände und schöne Nägel im Mittelpunkt. Für mich ist Nageldesign nicht nur eine Frage der Optik, sondern immer auch eine Frage von Verantwortung, Hygiene und Professionalität. Genau deshalb behandle ich in meinem Studio ausschließlich gesunde Nägel und gesunde Haut. Erkrankte Nägel oder erkrankte Haut an den Händen dürfen bei mir nicht behandelt werden – und das hat sehr wichtige Gründe.
Mein Studio ist ein kosmetischer Betrieb. Das bedeutet, meine Arbeit dient der Pflege, Verschönerung und dem Erhalt gesunder Nägel. Ich arbeite nicht medizinisch und darf auch keine medizinischen Behandlungen durchführen. Sobald ein Nagel oder die Haut krankhaft verändert ist, verlasse ich den kosmetischen Bereich und betrete den medizinischen. Dieser Bereich gehört ausschließlich in ärztliche Hände. Alles andere wäre nicht nur fachlich falsch, sondern auch rechtlich problematisch.
Mir ist es besonders wichtig, dass meine Kundinnen verstehen: Ich treffe diese Entscheidung nicht, um jemanden abzuweisen oder zu verärgern. Ich treffe sie, um zu schützen. Um die Kundin selbst zu schützen, um meine anderen Kundinnen zu schützen und auch um mich und mein Studio zu schützen.
Erkrankte Nägel oder erkrankte Haut können ansteckend sein. Dazu gehören zum Beispiel Nagelpilz, bakterielle Entzündungen, virale Infektionen oder offene, entzündete Hautstellen. Auch wenn alle Hygienemaßnahmen eingehalten werden, besteht immer ein erhöhtes Risiko, Keime zu übertragen. Werkzeuge, Feilen, Staubpartikel oder Hautkontakt können ausreichen, um Krankheitserreger weiterzugeben. Deshalb ist es für mich nicht verantwortbar, an erkranktem Gewebe zu arbeiten.
Gerade beim Thema Nagelpilz erlebe ich häufig, dass dieser unterschätzt wird. Viele denken, man könne den betroffenen Nagel einfach „schön machen“ oder mit Gel überdecken. In Wirklichkeit verschlechtert man damit die Situation. Unter einer Modellage entsteht ein feuchtwarmes Klima, in dem sich Pilze besonders gut vermehren. Die Erkrankung wird dadurch nicht verdeckt, sondern verschlimmert. Für mich wäre es nicht nur unprofessionell, sondern auch ethisch falsch, so etwas zu tun.
Auch erkrankte Haut an den Händen ist für mich ein klares Ausschlusskriterium. Risse, Entzündungen, Ekzeme, offene Stellen oder nässende Hautbereiche sind hochsensibel. Jede zusätzliche mechanische Belastung kann den Zustand verschlechtern und Infektionen begünstigen. Hier gehört zuerst eine medizinische Abklärung hin, bevor überhaupt an eine kosmetische Behandlung zu denken ist.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist meine fachliche Verantwortung. Ich bin Nageldesignerin, keine Ärztin. Ich darf und kann keine Diagnosen stellen. Viele Erkrankungen sehen sich sehr ähnlich. Was harmlos aussieht, kann ernst sein. Was nach einem „kleinen Problem“ aussieht, kann ansteckend sein. Deshalb gilt für mich der Grundsatz: Im Zweifel wird nicht behandelt. Gesundheit geht immer vor Design.
Ich weiß, dass es manchmal Situationen gibt, in denen Kundinnen sagen:
„Ich bin nicht krank.“
„Das ist nur genetisch.“
„Das ist nichts Schlimmes.“
„Das habe ich schon immer.“
„Das ist nur trocken.“
„Das ist nur eine kleine Stelle.“
Aber auch in diesen Fällen bleibt meine Entscheidung gleich. Sobald etwas nicht eindeutig gesund aussieht, darf ich in meinem Studio keine Behandlung durchführen. Nicht, weil ich der Kundin misstraue, sondern weil ich keine medizinische Sicherheit habe. Ohne ärztliche Diagnose kann niemand garantieren, dass es wirklich harmlos ist. Und diese Verantwortung kann und werde ich nicht übernehmen.
Für mich gilt:
Nicht die Einschätzung der Kundin entscheidet, sondern der sichtbare Zustand von Haut und Nägeln.
Und wenn dieser Zustand Zweifel zulässt, wird nicht gearbeitet.
Das ist kein Zeichen von Strenge, sondern von Professionalität.
Ich sehe es als Teil meiner Aufgabe, meine Kundinnen ehrlich und respektvoll darauf hinzuweisen, wenn ich etwas Auffälliges sehe. Im besten Fall kann so sogar eine Erkrankung frühzeitig erkannt werden. Viele sind im Nachhinein dankbar, weil sie selbst gar nicht bemerkt haben, dass etwas nicht in Ordnung ist.
Außerdem schütze ich mit dieser Haltung auch meine anderen Kundinnen. Jede, die mein Studio betritt, soll sich darauf verlassen können, dass hier sicher, hygienisch und verantwortungsbewusst gearbeitet wird. Niemand möchte sich bei einer kosmetischen Behandlung einer unnötigen Gefahr aussetzen.
Und nicht zuletzt schütze ich damit auch mich selbst. Der regelmäßige Kontakt mit erkrankter Haut oder infizierten Nägeln stellt ein gesundheitliches Risiko dar, selbst bei guten Schutzmaßnahmen. Auch das gehört zur Verantwortung, die ich für mich und mein Studio trage.
Ein professionelles Studio erkennt man nicht nur daran, wie schön die Nägel werden, sondern auch daran, wann es „Nein“ sagt. Dieses Nein ist kein Mangel an Service, sondern ein Zeichen von Qualität, Fachwissen und Respekt gegenüber der Gesundheit.
In meinem Studio gilt deshalb ganz klar:
Ich arbeite nur an gesunden Nägeln und gesunder Haut.
Alles andere gehört zuerst in ärztliche Behandlung.
Erst wenn die Gesundheit wiederhergestellt ist, bin ich mit Freude und voller Verantwortung für das Design da.

